Qualitätsziele in den Caritas-Altenheimen im Bistum Eichstätt
1. Achtung und Würde des alten Menschen
Durch körperliche und geistige Gebrechlichkeit und daraus resultierender Hilfsbedürftigkeit ist die Selbständigkeit unserer
Bewohner häufig in unterschiedlichem Umfang eingeschränkt. Deshalb ist es neben der geforderten Achtung jedes Bewohners unabhängig
vom Ansehen der Person ein vordringliches Anliegen, Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und seine persönliche Würde bis zum Tod
zu respektieren.
2. Befriedigung elementarer Ansprüche unserer Bewohner
Die Befriedigung der Bedürfnisse unserer Bewohner nach Sicherheit in der Einrichtung, Geborgenheit im Wohnraum, altersgerechter
Ernährung und gutem Service, nach einwandfreier pflegerischer Betreuung auf neuestem Stand muss zu jedem Zeitpunkt gewährleistet
sein.
3. Individuelles Entgegenkommen gegenüber unseren Bewohnern
Der gesamte personelle, organisatorische und baulich-technische Rahmen fördert die individuelle Entfaltung der Bewohner. Er
soll seinen persönlichen Lebensraum finden können.
4. Seelsorge und religiöses Leben
Den Bewohnern werden zur seelsorglichen Begleitung Möglichkeiten für religiöse Lebensäußerungen angeboten. So werden zum Beispiel
die Sonn- und kirchlichen Feiertage im Jahreskreis in der Einrichtung entsprechend ihrer Bedeutung für die Hausgemeinschaft
gestaltet.
5. Beteiligung der Angehörigen
Familienangehörige, Freunde sowie andere Personen aus sozialem und kirchlichem Umfeld sind unersetzbare Bezugspersonen der
Bewohner und wichtige Partner des Altenheimes. Der ständige Dialog mit ihnen gibt uns wichtige Anregungen. Sie sollen sich
ebenfalls in unseren Einrichtungen wohl fühlen und jederzeit willkommen sein.
6. Förderung der Teilnahme am gesellschaftlichen Leben
Das Altenheim ist offen für die Menschen in der Umgebung und fördert durch Öffentlichkeitsarbeit, durch Bereitstellung von
Dienstleistungen für Menschen sowie Teilnahme am Leben in der kirchlichen Gemeinde die Integration des Bewohners. Es wird
der nachbarschaftliche Kontakt zur der Pfarrgemeinde gefördert, und insbesondere in der Fürsorge für viele immobile Bewohner
wird Leben in die offene Einrichtung geholt.
7. Transparenz der Einrichtung
Die Organisation stellt allen Beteiligten klare, formelle und effiziente Kommunikationsstrukturen und eindeutige Orientierungshilfen
zur Verfügung.
8. Flexibilität und Effizienz der Einrichtung
Die Bereitschaft zur sachlichen und qualitativen Weiterentwicklung der Dienstleistungen wollen wir permanent gewährleisten.
Insbesondere wird dies unterstützt durch vertrauensvolle Kooperation und wirksame Kommunikation aller Mitarbeiter auf allen
Ebenen und Abteilungen.
9. Differenzierte Dienstleistungsplanung, -dokumentation und -berechnung
Alle geplanten und durchgeführten Leistungen werden verständlich gemacht, so dass die jeweilige soziale, pflegerische und
finanzielle Verantwortung der Bewohner, der Angehörigen, der unterschiedlichen öffentlichen Kostenträger sowie der Organisation
selbst erkennbar wird.
10. Wirksame Kommunikation und Kooperation mit der Öffentlichkeit
Das Gemeinwesen und das gesellschaftliche Umfeld der Einrichtung erfahren durch die Offenheit und die Existenz der Einrichtungen,
dass die Bewahrung des Lebens alter, kranker und sterbender Menschen für jeden von größter Bedeutung ist. Die Einrichtungen
sind berechenbarer, sicherer und zuverlässiger Partner gegenüber Gemeinwesen und Kostenträgern bei der Erfüllung des sozialen
Auftrages.
11. Umwelt schützen – Schöpfung bewahren
Sämtliche Funktionen des Altenheimes, die Tätigkeiten der Mitarbeiter, die technische Einrichtung und die verwendeten Betriebsmittel
werden in Bezug auf ihre Umweltverträglichkeit ständig geprüft und verbessert. Wir nehmen so viel, wie wir wirklich brauchen
und gehen mit den Dingen bedacht und sorgsam um.
12. Qualifikation und persönliche Kompetenz der Mitarbeiter
Die jeweils erforderliche fachliche, soziale und menschlich-christliche Qualifikation unserer Mitarbeiter wird jederzeit sichergestellt
und durch geeignete Maßnahmen gefördert.
13. Zufriedenheit der Mitarbeiter
Wir hören aufeinander und reden miteinander, wir arbeiten miteinander und nicht gegeneinander und achten uns in unserer Persönlichkeit.
Unsere Einrichtung gewährt dem Mitarbeiter persönlichen Entfaltungsspielraum, indem die größtmögliche Handlungskompetenz in
der kleinstmöglichen Organisationseinheit geschaffen wird. Jeder Mitarbeiter bekommt eine klar gestellte Aufgabe. Der Mitarbeiter
erhält nach geltendem Tarifrecht eine geregelte Entlohnung und eine soziale Absicherung. In seiner Arbeit sollen im Rahmen
der Zielsetzungen auch die eigenen Motive, Fähigkeiten und Gestaltungskräfte Ausdruck finden. Das Arbeiten im Team unter Berücksichtigung
der individuellen Belange eines Mitarbeiters, die räumlichen Bedingungen, die technischen Hilfsmittel und Arbeitsmittel weisen
die bestmögliche Qualität auf.
14. Gott – Quelle für unsere Arbeit
Caritasarbeit versteht sich als christlicher Dienst. Wir laden alle Mitarbeiter ein, die Motivation unseres Tuns kennen zu
lernen und immer tiefer zu verstehen. Als Dienstgemeinschaft auf diesem Weg sind uns die Eucharistiefeier, das Gebet, geistliche
Impulse im Alltag und Einkehrtage wichtige Elemente. Menschen, die ihr Leben aus dem Glauben gestalten, tragen zu einer lebendigen
Dienstgemeinschaft und zu einer glaubwürdigen Caritasarbeit bei.
